Anmeldung zur Praxis-Tagung vom 02. September 2026 in Olten
Herzlich Willkommen auf der Anmeldeseite für die Praxis-Tagung am 02. September 2026 in Olten. Eine Übersicht zu Zeiten, Anfahrt und weiteren Rahmenbedingungen finden Sie im PDF-Flyer. Informationen zu den Workshops finden Sie untenstehend: Wenn Sie ein Workshop interessiert, können Sie via Plus-Button die jeweilige Beschreibung aufklappen (und ggf. wieder zuklappen).
Anmeldungen nach dem 19. August 2026 können aus organisatorischen Gründen nicht
mehr berücksichtigt werden.
Workshops am Nachmittag
Dr. Marc Goldoni, Bereich Praxisausbildung, Hochschule für Soziale Arbeit FHNW
Während des Bachelor-Studiums in Sozialer Arbeit erwerben Studierende wichtige professionelle Kompetenzen. Einige sind der Praxis zugeordnet und werden dort unter Begleitung der Praxisausbildenden geplant, entwickelt und evaluiert. Im Workshop wird interaktiv an konkreten Beispielen mit der KEP-Mappe gearbeitet.
Kathrin Schoch, externe Lehrbeauftragte, Hochschule für Soziale Arbeit FHNW
Während des Bachelor-Studiums in Sozialer Arbeit erwerben Studierende wichtige professionelle Kompetenzen. Einige sind der Praxis zugeordnet und werden dort unter Begleitung der Praxisausbildenden geplant, entwickelt und evaluiert. Im
Work shop wird interaktiv an konkreten Beispielen mit der KEP-Mappe gearbeitet.
Neela Vetsch, MA, Modulleitung BA 5000 Mentoring, Bereich Praxisausbildung, Hochschule für Soziale Arbeit FHNW
Nejira Mehic, MA, Modulleitung VZ/ TZ, Bereich Praxisausbildung, Hochschule für Soziale Arbeit FHNW
Der Workshop richtet sich an Mentor:innen des Moduls BA5000. Im Zentrum steht ein offener Austausch zu Fragen und Themen rund um die Begleitung von Studierenden im Mentorat – insbesondere im Kontext der Praxisausbildung.
Gemeinsam greifen wir aktuelle Anliegen auf und klären zentrale Aspekte wie die Arbeit mit der KEP-Mappe, die Gestaltung von Start- und Bilanzierungsgesprächen sowie Rollen und Zuständigkeiten während der Praxisausbildung.
Daniele Ruggiero, Sozialarbeiter, Mitarbeiter Freiform mit Perspektive Praxis Nadin Wiederkehr, Sozialarbeiterin, Mitarbeiterin Freiform mit Perspektive Praxis, ehemalige Studentin Freiform
Gianluca Kühne, Mitarbeiter Freiform mit Perspektive Studierende
Heike Güdel, Mitarbeiterin Freiform mit Perspektive Hochschule, Dozentin, Bereich
Praxisausbildung, Hochschule für Soziale Arbeit FHNW
Im Workshop informieren wir Euch über die Studienform Freiform mit Fokus auf die Praxisausbildung und Praxis-Projekte. Die Praxisphase zielt – wie in den anderen
Studienformen auch – darauf ab, dass Studierende in einem Handlungsfeld der
Sozialen Arbeit lernen, gemeinsam mit Adressat:innen professionelle Interaktionsprozesse zu gestalten. Praxisphasen können in einer Organisation der Sozialen Arbeit oder auch in erprobender Form gestaltet werden. Ihr erfahrt, wie die Praxis- ausbildung in der Freiform konzipiert ist.
Praxisprojekte resp. Bündnisse sind der innovative Lern- und Gestaltungsort der Freiform. In diesen Bündnissen arbeiten Fachpersonen aus der Praxis, Studierende und Mitarbeitende der Hochschule im Tria- log zusammen. Ziel ist es, interessengeleitet, kooperativ und selbstorganisiert an Themen und Fragestellungen der Sozialen Arbeit zu arbeiten. Ihr erfahrt, wie Ihr selbst Praxisprojekte in der Freiform initiieren könnt. Gerne entwickeln wir gemeinsam mit euch erste Ideen für mögliche Bündnisse.
Nutzt die Chance, gemeinsam mit Studierenden Fragestellungen der Sozialen Arbeit aus Ihrem eigenen Arbeitsumfeld zu bearbeiten und neue Perspektiven für eure Organisation zu gewinnen.
Der Workshop wird gemeinsam von ehemaligen Studierenden und Mitarbeitenden in der Freiform mit Praxisperspektive sowie mit Hochschulperspektive angeboten. Wir werden praxisnah und exemplarisch über unsere Erfahrungen rund um die Praxisphase und Praxisprojekte in der Freiform berichten und freuen uns auf eure Fragen und Anliegen.
Fabienne Friedli, MSc Soziale Arbeit, Leitung Bereich Praxisausbildung,
Hochschule für Soziale Arbeit FHNW
Wie kann ich als Praxisausbildende:r oder Mentor:in trotz der Herausforderungen, die sich für die Profession der Sozialen Arbeit stellen, diskriminierungssensibel begleiten?
Oder verlangt nicht gar die aktuelle PUMO Welt, dass wir als Fachpersonen der Sozialen Arbeit Position beziehen und genauer bei uns hinschauen, was Dis kriminierung und Privilegien betrifft, und sensibel mit Macht umgehen? In einem kurzen Input schauen wir an, was PUMO ist und betrachten die Begriffe «Diskriminierung», «Privilegien» und «Macht». Dabei lernen wir das Konzept der rhetorischen Modernisierung kennen.
Im praktischen Teil des Workshops gehen wir in Übungen und Selbstreflexion. Die im Workshop vermittelte Perspektive hilft dabei, eine (neue) Haltung bezüglich der aktuellen Weltlage und Diskriminierung(en) zu entwickeln, die sowohl als Fachperson der Sozialen Arbeit als auch für die Tätigkeit als Praxisausbildende:r bzw. Mentor:in hilfreich ist.
Beate Knepper, Supervisorin MA, BSO, Lehrbeauftragte Hochschule für Soziale Arbeit FHNW, Mitglied der Community of Practice IMS
Sabine Haldemann, Supervisorin BSO, Lehrbeauftragte Hochschule für Soziale Arbeit FHNW, Mitglied der Community of Practice IMS
Wir beschäftigen uns mit den triadischen Präsenzräumen, eine Methode aus dem Intervisionsmodell IMS.
Durch die Verknüpfung der eigenen Person als Instrument der Reflexion schauen wir auf die Herausforderungen in der Praxis. Aus dieser Perspektive gelingt es, sich im dialogischen Reflektieren, der eigenen Haltung und Werte bewusst zu werden. Wir machen uns Gedanken zu Situationen im eigenen Betrieb. Konkret verfolgen wir methodisch reflektierend die Frage: «Wie beeinflusst diese Situation meine Aufgaben als Praxisausbildner: in?»
Noemi Balsiger, BA Soziale Arbeit
Prof. Dr. Regula Kunz
Mit dem Ansatz «Schlüsselsituationen» können alle Kompetenzen des Kompetenzprofils entwickelt werden. Dies ist nicht nur eine gute Nachricht für die Studierenden, sondern auch für die Praxis. Alle Parteien im Dreieck Praxis, Studierende und Hochschule profitieren davon, wenn die Expertise der Professionellen der Sozialen Arbeit harmonisch und quasi passgerecht auf die speziellen Kompetenzen der Studierenden trifft.
Im Zentrum des Ansatzes «Schlüsselsituationen der Sozialen Arbeit» und der Auseinandersetzung damit, stehen die Reflexion und der Diskurs. Beides sind Aspekte einer lebendigen kollaborativen Lernkultur, welche wir in unserem Workshop erlebbar machen.
Der Workshop wird darüber hinaus mit Beispielen aus Organisationen der Sozialen
Arbeit angereichert, die bereits Good Practices entwickelt haben. Denn: Immer mehr Organisationen der Sozialen Arbeit begreifen das innovative Potenzial des Ansatzes «Schlüsselsituationen der Sozialen Arbeit» und nutzen ihn zur Sicherung und Entwicklung ihrer Qualität.
Ziel des Workshops ist es, zusammen die Elemente des Ansatzes «Schlüsselsituationen» zu einem je individuellen Baukasten zusammenzufügen, der auf die eigenen institutionellen Bedürfnisse und Gegebenheiten bei der Begleitung des Kompetenzerwerbs der Studierenden zugeschnitten werden kann.
Weitere Informationen: https://schluesselsituationen-erklaert.net
Lukas Walser, MA, Institut für Sozialplanung, Organisationaler Wandel und
Stadtentwicklung, Hochschule für Soziale Arbeit FHNW
Salome Ulrich, Wissenschaftliche Assistentin, Institut für Sozialplanung, Organisationaler Wandel und Stadtentwicklung, Hochschule für Soziale Arbeit FHNW
Raul Schindler erkannte bereits um 1950, dass es keine ausgefeilten Messmethoden braucht, um die innere Gesundheit eines Teams zu beurteilen. Entscheidend sind zwei einfache Beobachtungsfoki: Wie wird Führung gestaltet – und wie gehen wir mit Widerstand um?
In unserem Workshop richten wir den Blick auf die inneren Dynamiken in Sitzungen: auf Stimmungen, Rollen und unausgesprochene Muster. Wie diskutieren wir miteinander? Wer kommt zu Wort – und wer nicht?
Denn klar ist: Die Qualität unserer Entscheidungen entsteht nicht trotz, sondern durch die Art, wie wir miteinander ringen. So kann ein scheinbarer Konsens trügerisch sein: Oft verdeckt er Zweifel, Widerstände oder wertvolle alternative Perspektiven. Im Workshop schärfen die Teilnehmenden ihren Blick für Gruppendynamiken und lernen, diese konstruktiv zu nutzen. Praxisausbildende werden dafür sensibilisiert, wie wichtig echte Auseinandersetzungen und unterschiedliche Perspektiven im Team sind – als Grundlage für trag- fähige Entscheidungen.
Im Workshop führen wir das Rangdynamik- sowie das Gruppenphasenmodell von Raoul Schindler (österreichischer Psychotherapeut und Psychiater) theoretisch ein. Der Nutzen der beiden Modelle zur Analyse von Gruppendynamiken in Bezug auf das Tagungsthema «Gesund bleiben in belas tenden Systemen» liegt darin, die verschiedenen Phasen von Gruppen und deren Eigenheiten als auch die Rang- Positionen, welche in Gruppen immer eingenommen werden, zu verstehen und zuordnen zu können. Dadurch können belastende Situationen in Teams, bspw. durch herausfordernde Verhaltensweisen einzelner Teammitglieder, besser eingeordnet und auch deren Nutzen für die Gruppe erkannt werden. Im Workshop wird dies anhand der eingebrachten Fälle der Praxisausbildenden geübt.
Dr. rer. soc. Wolfgang Widulle
Belastungen im beruflichen Alltag der So – zialen Arbeit haben strukturelle, gesellschaftliche, institutionelle und persönliche Dimensionen, die Ursachen sind oft komplex und greifen ineinander. Zur Prä- vention und Bewältigung von beruflichen Belastungen sind sowohl gesellschaftliche und institutionelle wie per sönliche Anstrengungen nötig, um gesund zu bleiben und Freude und Leistungsfähigkeit als Fachkraft trotz vorhandener Belastungen zu erhalten. Der Workshop – führt in bewährte und wirksame Konzepte der Stressbewältigung im Beruf ein.
– Er geht davon aus, dass das Coping beruflicher Belastungen bei uns Fachkräften beginnt und
– fokussiert auf personale Strategien zum Erhalt von Belastbarkeit, Gesundheit und Freude an der gesellschaftlich und persönlich bedeutsamen Tätigkeit professioneller Sozialer Arbeit.
Andrea Wüthrich, Sozialarbeiterin FH, Supervisorin bso,
Dr. Benedikt Hassler, HSA FHNW, Institut Integration und Partizipation
Regula Schwarz, Sozialarbeiterin FH, Supervisorin bso,
Dr. Tobias Studer, HSA FHNW, Institut Integration und Partizipation
Die Soziale Arbeit bewegt sich mitten in einer «Polykrise»: Rechtsautoritäre Entwicklungen, die Verbreitung von Falschinformationen, das Festhalten an einer selbstregulierenden Marktlogik, die fortwährende Ausbeutung menschlicher wie natürlicher Ressourcen sowie das Fortbestehen patriarchaler Strukturen prägen den gesellschaftlichen Kontext. Diese Krisen wirken sich auf den Alltag von Praxisorganisationen, die Realitäten in der Praxisausbildung und die Lebenslagen der Adressat:innen aus.
Viele dieser Dynamiken bleiben allerdings durch Entfremdungsmechanismen unsichtbar. Strukturell erzeugte Belastungen werden individualisiert: Schwierigkeiten erscheinen als persönliches Versagen, während die dahinterliegenden ökonomischen, politischen und sozialen Bedingungen unscharf bleiben. Leistungsdruck, Sparzwänge und hierarchische Machtstrukturen können Ohnmachtsgefühle erzeugen und die Gesundheit von Fachpersonen wie Student:innen beeinträchtigen. Doch Verdrängung schützt nicht. Die Krisensymptome wirken – bewusst oder unbewusst – weiter.
Wir gehen davon aus, dass Bewusstmachung zentral ist. Wenn Strukturen und Machtverhältnisse erkennbar werden, eröffnen sich neue Möglichkeiten, ihnen zu begegnen. Selbst in restriktiven Rahmenbedingungen existieren Handlungs- und Spielräume, die genutzt werden können – individuell, kollektiv und institutionell.
Zentrale Fragen des Workshops:
– Welche gesellschaftlichen und ökono- mischen Strukturen prägen den Praxis- alltag und die Lebenswelt der Adressat:innen?
– Wie können wir in belastenden Systemen Handlungsräume identifizieren und erweitern?
– Welche Formen der (Selbst)Wirksamkeit sind möglich, auch wenn Strukturen ungerecht bleiben?
– Wie gelingt es im Rahmen der Praxis- ausbildung, strukturell angelegte Probleme sichtbar zu machen und Handlungsspielräume zu identifizieren?
Der Workshop lädt dazu ein, diese Fragen gemeinsam zu bearbeiten, Erfahrungen zu teilen und Perspektiven zu entwickeln, die Mut machen. Denn dort, wo Handlungsräume erkannt und genutzt werden, ver- lieren Krisen an erdrückender Wirkung und Gesundheit kann wieder stärker geschützt werden.
Nora Soldati, Leitung Bereich Arbeit, Stiftung Rheinleben, Basel
Psychische Belastungen machen auch vor jungen Menschen nicht Halt. Gerade in der Ausbildungszeit können Stress, Leistungsdruck und persönliche Herausforderungen zu Überforderung führen. Praxisausbildnerinnen spielen dabei eine entscheidende Rolle, frühzeitig Unterstützung zu bieten und ihre Studierende sicher durch schwierige Phasen zu begleiten. Unser Workshop vermittelt:
– Grundlagen psychischer Gesundheit: Häufig auftretende Belastungen beim Berufseinstieg und deren sichtbaren Auswirkungen im Arbeitsalltag
– Früherkennung und Warnsignale: Ver- änderungen wahrnehmen, richtig deuten und Überforderungen vorbeugen
– Rolle von Praxisausbildnerinnen und Begleitpersonen: Übergänge begleiten, Vertrauen aufbauen und Unterstützungs- angebote vermitteln
Methodik
Im Workshop werden theoretische Grundlagen vermittelt, welche anhand von Praxisbeispielen und dem Austausch in der Gruppe vertieft werden. Die Stiftung Rheinleben begleitet und unterstützt Personen mit psychischer Erkrankung/Belastung und ihr Umfeld im
Raum Basel. Sie verfügt über Angebote im Bereich Beratung, Wohnen, Tagesstruktur und Arbeit. Der Bereich Arbeit setzt sich für eine inklusive Arbeitswelt und für Prävention in Unternehmen ein.